Großes Presseecho zur Einweihung des DenkMal-Platzes


Der DenkMal-Platz ist eigentlich schon seit Wochen in Betrieb, da die REHA-Maßnahmen weiter laufen mussten. Offiziell ist er nun am 23. August unter Teilnahme der Presse eröffnet worden. Hier der Bericht aus dem Schwarzwälder Boten.

Von red/pm 24.08.2026, 08:00 UhrVS-Tannheim

Ein neuer Ort für Erinnerung, Begegnung und Hoffnung

Der Denkmal-Platz an der Nachsorgeklinik Tannheim ist neu gestaltet worden. Eltern, deren kranke Kinder verstorben sind, finden dort einen würdigen Ort der Erinnerung und des Abschiednehmens.

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit in der Nachsorgeklinik Tannheim liegt auf der Begleitung von Familien, die den Verlust ihres Kindes verarbeiten müssen. Jährlich finden dort zwölf Rehabilitationsmaßnahmen mit jeweils acht Familien statt. Ein wichtiger Bestandteil dieser Trauerarbeit ist die gemeinsame Gestaltung von Erinnerungsstücken und Symbolen. So entsteht in jeder Reha unter anderem ein individuell gestalteter Familienstein, der auf dem Denkmal-Platz seinen Platz findet und die Erinnerung an das verstorbene Kind bewahrt.

Ein besonderer Ort bekommt ein neues Gesicht

Der Denkmal-Platz wurde nun umfassend neu gestaltet. Die Kosten von rund 75.000 Euro für die Neugestaltung übernahm laut Mitteilung der Förderverein der Deutschen Kinderkrebsnachsorge. Damit entstand ein besonderer Ort der Begegnung, Erinnerung, Besinnung und Ruhe – ein Ort, an dem Trauer ihren Raum bekommt und zugleich neue Kraft entstehen kann.

Der Förderverein, die Stiftung und die Nachsorgeklinik sind stolz auf das beeindruckende Ergebnis. Die Neugestaltung hat Volker Kugel, bekannt als SWR-Gartenexperte, vor gut drei Monaten entworfen und anschließend nahezu vollständig nach seinen Plänen umgesetzt. Entstanden ist ein harmonisch gestalteter Platz, der die Bedeutung dieses besonderen Ortes aufgreift und neu interpretiert.

Ein markantes neues Element ist das imposante Mondtor. Es steht dauerhaft am Eingang des Denkmal-Platzes und wird künftig alle Besucherinnen und Besucher willkommen heißen – auch jene Familien, die Tannheim nach ihrer Reha immer wieder aufsuchen. Der Kreis des Mondtores steht für Vollkommenheit, Unendlichkeit und Einheit. In der asiatischen Philosophie symbolisiert er zudem den Kreislauf des Lebens.

Auf dem Gelände bildet das Tor einen bewusst gestalteten Übergang zwischen dem weltlichen und dem spirituellen Raum. Für die betroffenen Familien ist der Weg zum Denkmal-Platz mit tiefen Emotionen verbunden. Die Niederlegung des individuell gestalteten Familiensteins auf dem Cortenstahl-Herz markiert einen der schwersten und zugleich wichtigsten Momente der Reha: den bewussten Abschied vom verstorbenen Kind und den Schritt zurück in den Alltag.

Loszulassen bedeutet dabei nicht, zu vergessen. Im Gegenteil: Der neu gestaltete Denkmal-Platz schafft einen würdevollen Rahmen, in dem Erinnerungen ihren festen Platz behalten. Das Cortenstahl-Herz, die Sitzsteine, die neuen Gabionen und die sorgfältig ausgewählte Bepflanzung sollen dem Platz eine besondere Atmosphäre verleihen und ihn zu einem Ort des Innehaltens und der Begegnung machen.

Die zahlreichen Familiensteine, die im Laufe der Jahre in Tannheim entstanden sind, erhalten damit eine besondere Würdigung. Sie erzählen von geliebten Kindern, von Familien, von Verlust und von der Kraft, trotz der Trauer wieder nach vorn zu schauen.

Der neue Denkmal-Platz ist damit weit mehr als eine Neugestaltung. Er ist ein Ort, an dem Erinnerung bleiben darf, Trauer Raum bekommt und Begegnung möglich wird – und an dem der Kreislauf von Abschied, Erinnerung und neuem Lebensmut sichtbar und spürbar wird.

Vor 25 Jahren hat die Stiftung gemeinsam mit der Nachsorgeklinik ein, in Absprache mit der DRV Baden-Württemberg und der AOK Baden-Württemberg ein Behandlungskonzept entwickelt, das die ganze Familie in der Trauerarbeit unterstützt. Das bis heute in Deutschland einmalige Behandlungskonzept hat dazu geführt, dass die Nachfrage nach einem Rehabilitationsplatz laut der Klinik stetig ansteigt.

Knapp zwei Jahre warten die Familien derzeit auf einen Behandlungsplatz. Die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind hat es sich zur Aufgabe gemacht, Möglichkeiten zu suchen, um der großen Nachfrage gerecht zu werden und neue Behandlungsplätze zu schaffen.


Das ist die Stiftung

Die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind (DKKN) wurde vor mehr als 35 Jahren mit dem Ziel gegründet, die Nachsorgeklinik Tannheim aufzubauen, zu realisieren und nachhaltig finanziell sowie konzeptionell zu unterstützen. Ferner engagiert sich die Stiftung gemeinsam mit ihren Partnern seit fast 30 Jahren für die Entwicklung neuer Angebote, zukunftsweisender Konzepte und die Schaffung neuer Behandlungsplätze.

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Reiten ist bei Mukoviszidose eine gute Idee


Penelope hat eine schwere Multiorganerkrankung – Mukoviszidose. Eines ist klar: Eine Reittherapie kann zwar wahre Wunder bewirken, dennoch ist aufgrund von Staub und Keimen höchste Vorsicht notwendig. Deshalb bieten wir diese Reittherapie nur im Freien vom März bis Oktober an und nur mit ärztlicher Zustimmung. Das Ergebnis sind immer strahlende Kinderaugen und eine deutliche Unterstützung beim Abhusten der Lungenverschleimung. Denn Reiten ist Balsam für die verkrampften Muskeln.

Dass Penelope so schwer krank ist, sieht man ihr beim Besuch der Reittherapie nicht an. Sie wollte unbedingt zur Reittherapie und erlebte eine wertvolle Kombination aus Bewegung an der frischen Luft, Schulung Ihrer Rumpfmuskulatur und einen emotionalen Ausgleich zu Ihrer Krankheit. Denn Reiten bewirkt, dass alles weicher wird und selbst zäher Schleim sich löst, erzählen begeisterte Familien. Und dass das Alles auch noch riesigen Spass bereitet, rundet das Reiterlebnis für Penelope perfekt ab.

Von wegen Schonung – nein das volles Programm wollte Penelope Ihren Eltern zeigen. Mit unserer Mitarbeiterin Michelle Pfaff fand Penelope schnell Zugang zu unseren Therapiepferden Pünktchen und Vaiana. Begannen die ersten Versuche mit Pünktchen, durfte sie im Fortgang der Therapie auf der größeren Vaiana zeigen, was sie alles gelernt hat und mutig Kunststücke vorführen. Das Absteigen, oder besser gesagt das Abrutschen von Vaiana erforderte wirklichen Mut, den die 8 jährige ohne zögern aufbrachte.

Unser gestecktes Ziel für Penelope ist umfänglich aufgegangen. Denn die rhythmischen Bewegungen von Pünktchen und Vaiana übertrugen sich auf Penelope, lockern ihren Brustkorb, fördern eine aufrechte Haltung und unterstützten so die ihre tiefe Atmung. Das permanente Mitgehen im Schritt, Trab oder Galopp stärkten ihre Tiefenmuskulatur und den Gleichgewichtssinn. Und der Kontakt zu Pünktchen und Vaiana machte nicht nur riesigen Spaß, förderte nicht nur ihr Wohlbefinden, sondern motivierte sie zu körperlicher Aktivität im Freien. Mehr kann eine Therapie nicht erreichen. Penelopes glänzende Augen bestätigen unseren Therapieansatz. Alles Gute Dir, liebe Penelope.

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Gemeinsam über alle Hindernisse


Martha und Frieda lernten sich in der Schildkröten-Gruppe kennen. Ein glücklicher Zufall, der sich im Laufe der REHA zu einer dicken Freundschaft entwickeln sollte. Grund dafür war, dass beide REHA-Kids gemeinsam zur Reittherapie eingeteilt wurden. Schnell wurde unseren Reittherapeutinnen klar, das man Martha und Frieda sehr viel Eigenverantwortung übertragen kann.

Wenn man Kindern Eigenverantwortung überträgt, leben Sie sich kreativ aus. Speziell in Tannheim. Martha und Frieda verwirklichten sich selbst und bauten eifrig einen erstaunlichen Reit-Parcours in die Reithalle. Unsere Reittherapeutinnen Kristin und Marie haben ja schon so mache Gruppe in Tannheim betreut, aber selbst sie sagten: „Manchmal ist man mehr als überrascht, auf welche Ideen unsere REHA-Kids kommen“. Genau diese Inspiration will man in diesen Therapieeinheiten fördern.

Das Aufstellen der Hindernisse und Aufgaben war das eine. Das andere musste von Martha und Frieda nun auch bewältigt werden. Hoch auf dem Rücken von Therapiepferden Nico und Cookie ging es in den selbst entworfenen Parcours. Es klappte natürlich wie am „Schnürchen“ und die beiden hatten einen riesigen Spaß.

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Hilfe – die Schnecken kommen!


Wenn sie losgelassen werden, sind sie nicht mehr zu bremsen. Unsere 3 – 6 jährigen Schnecken machten einen riesigen Gruppenausflug mit einigen Pferden und Bollerwagen. Klar, dass da alle Kinderaugen strahlten. Hätte Papa zuhause den Vorschlag für einen Spaziergang gemacht, das Echo wäre deutlich reduzierter ausgefallen🤣🤣🤣. So ist es eben in Tannheim. Alles anders wie zuhause und auf gar keinen Fall langweilig.

Die Kinder wechselten sich beim Führen der Pferde regelmäßig ab, dass jeder einmal in den Genuss kommt. Gleiches galt für das äußerst beliebte Reiten. Auf dem Rücken eines Pferdes durch die Landschaft getragen zu werden, gehört wohl zu den größten Glücksgefühlen unserer Schnecken – auch weil man endlich mal größer ist, als die Erwachsenen.

Jede „Schnecke“ hatte beim Abendessen so viel zu erzählen, dass das Essen zur Nebensache wurde. Mit diesen positiven Gefühlen startet nun die August-REHA. Und es kommen sicher noch viele schöne Erlebnisse hinzu.

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Erfolge der Medizin beflügeln unsere REHA27 plus


Seit Kindertagen leiden sie an Mukoviszidose, Herzfehlern oder auch an kritischen Krebsarten und waren deshalb schon in Tannheim zur REHA. Wohl bekannte und sehr dankbare Gesichter, die man sehr gerne über Jahre begleitete. Die Medizin verzeichnet in den letzten Jahren enorme Erfolge, so dass schwere chronische Krankheiten teilweise beherrschbar wurden. Hierzu zählen vor allem Mukoviszidose und verschiedene Krebsarten. Erfreulicherweise verlängern sich die Lebensjahre dieser Patienten. Dennoch – sie sind nicht geheilt und die Krankheit, oder auch begleitende Infekte, setzen ihren immer wieder zu, dass ein REHA-Aufenthalt dringend empfohlen wird. Und was liegt näher, als diese REHA in Ihrer bekannten Umgebung in Tannheim zu verbringen. Leider hat die Gesetzgebung für diese medizinischen Erfolge kein Auge und reduzierte die Pflegesätze erheblich, dass wir erstmals wieder auf Spendenmittel zurückgreifen müssen. Aber eines war immer klar – diese langjährigen Patienten geben wir niemals auf.

Das ist der Grundgedanke der Sonder-Therapien „Junge REHA (16-21 Jahre), Erwachsenen-REHA (22-26 Jahre) und REHA27 plus“, mit denen wir diesen ehemals jungen Patienten auch in zunehmendem Alter zu Seite stehen. Immer kommen hier inzwischen Erwachsene zusammen, die mit einer angeborenen und im Alltag einschränkenden chronischen Erkrankung dauerhaft leben. Vor kurzem erzählte eine Patienten, die inzwischen Mama ist: „In Tannheim werde ich aufgefangen, hier kann ich mich gesundheitlich stabilisieren. Einige Mitarbeiter*innen kennen mich noch aus meiner Jugend. Das ist, wie nachhause zu kommen“. Ähnlich geht es auch Hellen (31). Sie finde es toll, auch als Erwachsene die Möglichkeit zu haben, mit Pferden zu arbeiten. „Sie geben einem so viel Ruhe und das Gedankenkarussel bleibt endlich einmal stehen“.

Eine Patienten aus der „REHA 27 plus“ die belegt, dass diese REHA-Maßnahme in Tannheim ärztlich empfohlen wurde, um Nebenwirkungen Ihrer Krankheit zu stabilisieren. Sie leidet an einem Osteoblastom. Ihre begleitende osteolytische Destruktion bewirkt, dass ihr Tumor aktiv Knochengewebe zerstört und auflöst. Dennoch ist Hellen sehr aufgeschlossen und eine Tierliebhaberin. Daher war klar, dass Sie in der Reittherapie vorsprach und Sabine Füll sich gerne ihrer annahm. Unser Therapiepferd Cookie nahm Sie an einem wunderschönen Sommertag mit auf einen Rundgang in die Natur von Tannheim. Ein Erlebnis, denn durch die Natur „begleitet“ zu werden, erlebt auch Hellen nicht jeden Tag.

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Diesem Team kann man nichts ausschlagen


Nach einer REHA, ist vor einer REHA. Dazwischen passt eigentlich nichts – außer eine Teamleistung und unbändiger Wille. Das Team der Reittherapie verabredete sich an so einem Ruhetag und schon ging es los. Ziel war, dem inzwischen sehr unschön gewordene Putzplatz im Reitstall, an dem alle Pferde festgemacht und gebürstet, gepflegt oder bemalt werden, einen neuen Anstrich zu verpassen. Hierbei kam dem Team eine Idee, die der Förderverein sofort genehmigte. Sie wünschten sich bunte Blumenaufhänger, die nicht nur Farbe an die triste Wand bringen werden, sie können auch in der Blumenmitte mit Kreide beschriftet werden. Sie sehen nicht nur cool aus, sondern erfüllen künftig auch einen pädagogischen Zweck. In der Blumenmitte werden künftig Aufgaben oder Ziele aufgeschrieben. Visualisierungen helfen Kindern oft, sich ihre Aufgaben und Ziele besser vor Augen zu führen. Eine tolle Idee von Carmen, die sehr gerne vom Förderverein unterstützt wird.

Doch bevor diese Idee in der Wirklichkeit umgesetzt werden kann, lag viel Malerarbeit vor unserem Team mit Marie, Sabine, Carmen und Michelle. Klar, dass alle mithalfen. Und „gemeinsam“ geht eine schier nicht endende Arbeit wesentlich leichter von der Hand. Auch eine gute Gelegenheit, mit witzigen Kommentaren für gute Laune zu sorgen. Hieran wurde nicht gespart🤣🤣🤣.

Die einen klebten mit Pinseln an der Wand, nur die tapfere Barbara packte den Hochdruckreiniger und brachte alle Schubkarren Sammelbehälter für Pferdemist wieder auf Hochglanz. Klar, dass diese Arbeit nicht ganz trocken endete. Bei den Außentemperaturen war diese Arbeit aber eher eine Erfrischung, als eine Strafarbeit.👍👍👍

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Otto mit Pünktchen dürfen nicht fehlen


Otto ist ein beliebter REHA-Gast in Tannheim. Eine wirklich leichte Aufgabe hatten unsere Reittherapeuten, denn Otto ist trotz spastischen Einschränkungen ein sehr mobiler junger Patient. Deshalb hatten alle sehr viel Spaß bei der Hippotherapie mit unserer Therapeutin Miriam Feis und Pferdeführerin Barbara Mutschler. Pünktchen ist der passende, sehr ruhige Pferdepartner, denn in der Hippotherapie wird das Pferd durch Barbara gesondert geführt und neben dem Sattel von Otto beobachtet Therapeutin Miriam, ob auf dem Rücken von Pünktchen alles richtig verläuft. Wunderbar ist, dass Otto alleine im Sattel sitzen kann und daher das volle Reiterlebnis wahrnimmt.

Aber vor jedem Ausritt stehen einige Aufgaben an, die auch Otto zunächst erledigen muss. Zuerst muss Pünktchen gepflegt und gebürstet werden, danach ist der Haltegurt anzulegen und letztlich muss Otto noch auf den Rücken von Pünktchen kommen. Eigentlich eine Aufgabe unseres Pferdelifts in der Reithalle. Weit gefehlt bei Otto – mit einer Leiter als Aufstiegshilfe bewältigt er den Aufstieg bravourös.

Somit stand dem Ausritt nichts mehr im Wege. Gemeinsam mit Miriam und Barbara erkundete Otto die Umgebung von Tannheim. Ein schöner Moment nicht nur für Otto, auch unser Team waren voll des Lobes für ihn. So unkompliziert funktioniert eigentlich eine Hippotherapie nie. Meist ist es schwere körperliche Arbeit mit den Patienten.

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Klara und Moritz mischen die Kinder- und Jugendgruppe im Juli auf


Die REHA-Jugendlichen der Kinder- und Jugendabteilung hatten in diesem Monat eine Besonderheit, denn die beiden Esel unseres Streichelzoos Klara und Moritz mischten sie mit ihrer Neugierde ordentlich auf. Aber genau um diese Anforderungen geht es ja in unseren sozialintegrativen REHA-Gruppen. Scheinbar unlösbare Aufgaben werden gemeinsam spielerisch gemeistert. Kristin Betz traf schon früh ihr Urteil: „Eine so harmonische Gruppe hatten wir schon sehr lange nicht mehr hier in Tannheim!“ Wow – und allen hat es offensichtlich richtig viel Spass bereitet. Denn keine Übungsstunde hatte Verzögerungen – alle waren mehr als pünktlich an Ort und Stelle. Deshalb ist auch das gemeinsame Bild ein ganz „Besonderes“.

Jugendliche, die sich austauschen und diskutieren, fühlen sich sozial zugehörig. Unsere Reittherapeutin Kristin Betz motiviert deshalb die Gruppen, sich zu unterhalten und mit unseren Therapiepferden und -Eseln eigenständig Aufgaben zu lösen. Hierdurch stärkt sie die kognitiven, affektiven und sozial-integrativen Aspekte einer Reitstunden. Mit einer sozial-integrativen Moderation bringen unsere Therapeuten alle Teilnehmer dazu, ihre Geschichten und Erfahrungen gegenseitig auszutauschen. So entwickeln sie ein „Wir-Gefühl“ und alle fühlen sich der Gruppe verbunden. Sich auf Augenhöhe zu begegnen fördert ein respektvolles Miteinander. Aus Fremden werden so immer ganz dicke Freunde. Klar, dass unsere Therapietiere einen wesentlichen Anteil daran mit tragen.😅😅😅

Aber auch unsere Schlupfloch-Crew im Juli hatten riesigen Spaß mit unserem Riesen Leon und Pony Flipp. Ein größerer Höhenunterschied gibt es bei uns im Stall nicht. Dennoch, sie passen zusammen und sind aufmerksame Team-Player. Auch diese vier waren mit viel Spass bei der Sache.

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Gefiederter Besuch im Reitstall


Nicht nur unsere Therapiepferde fühlen sich im Reitstall wohl, auch eine Schwalbenfamilie hat die Vorzüge der Reithalle entdeckt und sein Nest im Gebälk eingerichtet. Die Jungvögel sind alle schon aus dem Nest geschlüpft und unternehmen bereits erste Flugversuche. Es bleibt zu hoffen, dass hierbei alle gut geht. Die Schwalbenmutter ist äußerst bemüht.

Rima kann tief durchatmen


Als Kind mit einem angeborenen Herzfehler war Rima mit ihrer Familie bereits zwei Mal zu Gast in Tannheim. Die heute 20 jährige Rima ist aktuell erstmals bei einer REHA-Maßnahme für junge Erwachsene hier in Tannheim. Ganz auf sich gestellt, aber im Umfeld gleichaltriger Jugendlichen. Somit war für Rima klar, dass Sie möglichst viel Zeit in der Reittherapie verbringen will, da sie ein absoluter Pferdenarr ist.

Die große Leidenschaft von Rima sind Pferde. Auch privat nutzt sie jede Gelegenheit, um Pferden nahe zu sein. Deshalb ist ihr reiterliches Können bereits gut ausgeprägt und prädestiniert für Ausritte in die Wälder rund um Tannheim. Die Zeit mit Pferden bedeutet für sie weit mehr als nur ein Hobby. Der Umgang mit Tieren hilft ihr, zur Ruhe zu kommen, abzuschalten und besser durchatmen zu können. Umso mehr freut sie sich darauf, während der Reha sehr viel Zeit mit unserem Therapiepferd Leon zu verbringen. Reittherapeutin Kristin Betz nahm sich ihrer an und unternahm ausgiebige Ausritte in die schöne Natur rund um die Tannheim-Klinik.

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Romy wächst über sich hinaus


Besonders liebevoll und gewissenhaft kümmerte sich Romy um die Tiere im Streichelzoo sowie um ihr Lieblingspony Pünktchen. Mit viel Mut, Herz und Verantwortungsbewusstsein ist Sie über sich hinausgewachsen. Romy ist mit Ihren Eltern zur Verwaisten-REHA in Tannheim.

Gemeinsam mit unserer Mitarbeiterin Michelle Pfaff meisterte sie auf dem Rücken von Pünktchen neue Herausforderungen und entdeckte dabei ihre eigenen Stärken. Es war schön zu erleben, wie sie mit jedem Tag mehr Selbstvertrauen gewann und an ihren Aufgaben wuchs. Romy wird gestärkt Tannheim in Kürze wieder verlassen und sicher noch viele Jahre von den wichtigen Eindrücken und Erlebnissen zehren.

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Geschwisterkinder genießen unsere volle Aufmerksamkeit


In Tannheim finden auch Geschwisterkinder ihren Platz in verschiedenen Therapien. Die Arbeit mit Geschwistern von erkrankten Kindern richtet sich vor allem darauf, ihre Ressourcen zu stärken und auf ihre eigenen Bedürfnisse einzugehen. Für viele Geschwisterkinder ist es selbstverständlich, dem erkrankten Kind den Vortritt zu lassen. Manchmal geraten dadurch ihre eigenen Sorgen, Wünsche und Erfolge in den Hintergrund, da sich die Aufmerksamkeit der Eltern und der Familienalltag stark auf das pflegebedürftige Kind konzentrieren. Hannah ist so ein gesundes Geschwisterkind. Sie liebt Tiere und freut sich deshalb besonders auf die kommenden Wochen.

Nicht nur die Pferde, sondern auch alle anderen Tiere begeistern sie. Auf Riba hat sie bereits gezeigt, dass sie sich im Sattel sehr wohl fühlt. Ihr bisheriges Können stellte Sie bereits unter Beweis. Wir freuen uns darauf, sie in den nächsten Wochen weiter zu begleiten. Hannah hat mit Riba ein besonders liebevolles Therapiepferd gefunden. Die beiden passen perfekt zusammen. Die nächsten Wochen werden für Beide spannend.

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3…2…1…fertig


Mit dem Anbringen der Koppellatten, der gleichzeitig als Handlauf für den Boardwalk dient, gingen die Arbeiten für den Wildrosen-Weg und den DenkMal-Platz zu Ende. Nach drei Wochen „heißer“ Arbeit erschließt nun das Projekt ein bislang kaum zugänglicher Bereich des Klinikgeländes. Arnold und Max vollbrachten die letzten Arbeiten und drehten die letzten Schrauben in den Koppelzaun. Was aus einer nur schwer denkbaren Idee alles werden kann. Wir sind sehr stolz auf das unglaubliche Ergebnis, das Volker Kugel vor gut zwei Monaten entworfen hat.

Der DenkMal-Platz hat seine Aufgabe wieder gestartet und erste Familiensteine auf dem Cortenstahl-Herz aufgenommen. Sicher keine leichte Aufgabe, wenn man als Familie von seinem verstorbenen Kind „loslässt“. Allerdings würdigt der neue Platz nun das Andenken auf ganz besondere Weise.

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Emir bei seiner Mutprobe


Es hört sich immer so leicht an – aber wenn man erstmals vor einem mutigen Absprung steht, kann es einem ganz mulmig werden. So erging es Emir bei uns in der Reittherapie mit Arnold. Wer allerdings Arnold kennt, kommt an so einer Mutprobe nicht vorbei. Keine Ausreden, nur einmal Luft holen und danach seinen gesamten Mut heraus kramen. Emir benötigte zwar nochmals eine kurze Verschnaufpause, aber danach gab es kein Zurück mehr.

Auch Emir war nach seiner Mutprobe voller Stolz, denn bislang begleitete Ängstlichkeit sein junges Leben. Mit knapp 7 Jahren musste er bereits onkologisch behandelt (Diagnose Krebs) werden und lange Zeit im Krankenhaus verbringen. Kein Wunder, dass sein Selbstwertgefühl, sein Gleichgewicht und seine Lebensstruktur komplett durcheinander waren. Nach seinem bisherigen Lebensverlauf fand er hier in Tannheim wieder zu Lebensfreude und Zuversicht zurück. Wir sind sicher, dass er ganz „wichtige Lebensperlen“ aus Tannheim mit nach Hause nimmt.

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Schlupfloch-Crew war einmal mehr sehr kreativ


Die REHA-Jugendlichen der sozialintegrativen Reitgruppe „Schlupfloch“ bewiesen, dass es im Therapiestall um weit mehr als das Reiten ging: Vertrauen aufbauen, Verantwortung übernehmen, Herausforderungen meistern und als Gruppe zusammenwachsen. Obwohl man sich zu Beginn nicht kannte, wurden im Verlauf der REHA dicke Freundschaften daraus. Einmal mehr unterstreichen unsere therapeutischen Ansätze, wie hilfreich Pferde im Umgang mit Jugendlichen wirken können.

Zum Abschluss der Einheiten konnten die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und durften Vaiana anmalen und Mut auf ihrem Rücken beweisen. Der Teamgeist war geweckt und viele kreative Übungen absolvierten sie auf dem Rücken von Therapiepferd Vaiana. Das Zutrauen in sein eigenes Können wuchs von Tag zu Tag.

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