Zurück zur Therapiearbeit

Nach dem aufregenden Überraschungsbesuch mit Christin Stark und Matthias Reim kehrt der Therapie-Alltag wieder im Reitstall in Tannheim ein. Und dann heißt es wieder: Aller Anfang ist schwer. Hufe auskratzen, satteln, trensen, aufsteigen, reiten, … alles neue Erfahrungen und Herausforderungen für unsere Patienten- und Geschwisterkinder, Herausforderungen an denen die Therapie-Kinder wachsen. 💪🦓🥰

Was Andrea Müller und Volker Kugel versprochen haben, trägt nun bunte Blüten

Aufgrund der Höhenlage von Tannheim zeigt sich die Blütenpracht mit etwas Verspätung nun um so üppiger. Mit der Wucht der Natur entstand in den letzten Tagen ein riesiger Blumenteppich und ziert den neu angelegten Pflasterweg zum Allwetterplatz. 150 qm Blütenteppich – und es summt und brummt. Genau so wollten wir es.

Dank 156 Spenderinnen und Spender vollendeten wir das wichtigste Projekt des Fördervereins in den letzten Jahren. Begonnen hatte es mit dem Allwetterplatz (Paddock), gefolgt vom Pflasterweg um unsere Therapiepferde vor Verletzungen zu schützen. Den Abschluss bildet nun die 150 qm große Bienenwiese, die mit einer üppigen Blütenpracht das Gelände der Reittherapie beeindruckend verschönert. Wir sagen allen Spenderinnen und Spender sowie den vielen helfenden Händen ein herzliches Dankeschön.

Und zum Abschluss natürlich noch einige Schnappschüsse von der riesigen Bienenwiese, an der sich alle täglich erfreuen

Der Kampf mit dem Zaumzeug

Das Anlegen des Zaumzeuges bei Pferdes sollte sanft, aber bestimmt erfolgen. Ein wichtiger Lernschritt nicht nur für Reiter, auch für unsere Patienten: Zukünftig Dinge sanft, aber bestimmt zu tun.

Um problemlos das Zaumzeug anlegen zu lassen, muss ein Pferd lernen, auf Kommando (ein Stimmkommando) den Kopf zu senken, das Maul auf leichte Einwirkung hin zu öffnen und sich bereitwillig die Trense einlegen zu lassen. Wichtig: Für jeden Schritt in die gewünschte Richtung loben und nicht zu viel auf einmal erwarten. Merkt das Pferd, dass es die Hand nicht so einfach los wird, hält es irgendwann inne. Erst in diesem Moment sollte man die Hand wegnehmen und das Pferd ausgiebig loben. Und wieder ein kleines Stück Sozialkompetenz erlernt.

Eins, zwei, drei und HOPP

Das selbstständige Aufsteigen erfordert viel körperliches Geschick, ein bisschen Kraft und ganz viel Vertrauen in das eigene Können.

Aufsteigen, damit fängt das Reiten für alle an, egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi: Irgendwie muss man ja aufs Pferd kommen.

Üblicherweise steigt man in allen Reitarten von links auf, dass heißt, dass Pferd steht rechts neben dem zukünftigen Reiter. „Zukünftig“ bezieht sich auf den alten Reiter-Spruch „Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd – ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch“ 😀🦓😂

Warum gerade Pferde für die tiergestützte Therapie?

Pferdepflege, ein wichtiger Aspekt in der Reittherapie. Hierbei geht es nicht nur darum, ein Pferd sauber zu halten. Es geht vielmehr um Dinge wie: Kontaktaufnahme, Abbau von Berührungsängsten, Erleben von Körpernähe oder das Erlernen von Handlungskompetenzen. Pferde sind sehr soziale Wesen. Sie haben sich als Fluchttier hoch spezialisierte Wahrnehmungs-und Verhaltensweisen angelernt. Deshalb können sie bei ihrem Gegenüber sofort emotionale Spannungsfelder wahrnehmen und sich entsprechend darauf einstellen.

Diese Fähigkeit der Pferde, uns unsere innere und äußere Haltung ständig widerzuspiegeln, bietet die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung. Für uns als Therapeuten dient das Pferd als Co-Therapeut, das uns spiegelt und Feedback gibt. Das Pferd fordert uns zu einer eindeutigen Kommunikation und Klarheit auf. 

Für das Pferd ist es nicht wichtig, was ein Mensch erlebt hat, sondern wie er sich im Augenblick fühlt, und wie authentisch er sich gibt.

Pferde lassen sich nicht durch vordergründige Äußerlichkeiten täuschen.

Pferde reagieren auf Gestik, Stimme, Atmung, Stimmungssignale, Körperspannung und die Echtheit der Beziehung.

Das Pferd bricht schnell Abwehrmechanismen bei Kindern, da es einen sehr hohen Aufforderungscharakter hat.

Das Pferd schafft immer eine beruhigende, motivierende Atmosphäre, zumal es von Natur aus neugierig und freundlich ist.

Beidseitiges Vergnügen oder warum Tiere Kindern guttun?

Kinder, die mit Tieren aufwachsen, leben gesünder. Verschiedene Studien belegen, dass Tiere sich positiv auf die Gesundheit auswirken und auch das Allergierisiko von Kindern verringern können. Zudem lernen Kinder im Umgang mit Tieren, die stillen Signale der Körpersprache besser zu deuten, z. B. wenn ein Tier gerade seine Ruhe möchte oder zum Toben aufgelegt ist. Auf diese Weise bilden sie auch ihre soziale Kompetenz im Umgang mit anderen Kindern aus, sind oft verantwortungsbewusster und emotional stabiler.

Kinder bauen schnell eine tiefe Beziehung zu einem Tier auf. In schwierigen Situationen sind die treuen Begleiter oft eine große Stütze. Als Seelentröster stehen sie immer parat, vermitteln Geborgenheit, trösten bei Kummer und sind die geduldigsten Zuhörer. Ein toller Nebeneffekt beim Kuscheln mit den Tieren: Streicheln reduziert Stress, senkt den Blutdruck und hebt ganz einfach die Stimmung.

Daher ist der Steichelzoo in Tannheim so bedeutungsvoll und für allen REHA-Familien jederzeit geöffnet. Es vergeht kein Tag, an dem die Familien nicht zu Besuch kommen. Sicher ein beidseitiges Vergnügen.

Gratulation zur erfolgreichen Prüfung

Die Ausbildung unserer Therapeuten liegt uns sehr am Herzen, um Ihr Wissen und Können rund ums Pferd für die Reittherapie zu verbessern.

Bei der Weiterbildung haben gleich fünf unserer Therapeutinnen die Prüfung zum Longierabzeichen, dem Pferdeführerschein, mit Erfolg abgelegt. Dieses Longierabzeichen vermittelte praktische und theoretische Fähigkeiten, die in Tests überprüft wurden. Nachdem uns in Tannheim sowohl die Pferde als auch die Reithalle zur Verfügung stehen, konnten wir Corona-konform eine inhouse-Ausbildung organisieren.

Wie alle Weiterbildungen, die der Förderverein sehr gerne unterstützt, ist auch die aktuelle Ausbildung zum Longierabzeichen als Motivation an unserer Therapeutinnen gedacht, sich ständig weiterzubilden zum Wohle unserer Therapiepferde. 

Bienenwiese kann mit SWR-Hilfe nun wachsen

Die SWR-Landesschau Baden-Württemberg gab uns die Ehre, einen Beitrag über das einsäen der Bienenwiese mit Andrea Müller und Volker Kugel aufzuzeichnen. Ein Beitrag, der gestern auch gesendet wurde. Dieses Ereignis wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten, da es in der SWR-Mediathek nicht direkt abrufbar ist.

Eigentlich wäre an diesem Tag die Abreise der Familien der REHA April geplant gewesen. Nachdem ein so besonderes Naturprojekt aber zum Abschluss kam, waren die helfenden REHA-Familien mit Ihren Kindern natürlich noch dabei. Für alle eine schöne Abrundung des Naturprojektes hier in Tannheim. Die Spendensumme übersteigt das notwendige Budget und wird nun für einen Imker mit einem Bienenvolk investiert. Hoffentlich wird es in absehbarer Zeit einen eigenen Nachsorge Honig geben. Wir sind bereits in Gesprächen mit einem Interessenten. Nochmals herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

Sie haben Ihr Versprechen eingelöst

Montag, 26. April, 9.30 Uhr trafen Andrea Müller und Volker Kugel in der Nachsorgeklinik in Tannheim ein, um Ihr Versprechen einzulösen: 150 qm Bienenwiese einsäen! Nach negativem Coronatest zeigten Sie voller Tatendrang der vorbereiteten Fläche, wo die „Hacke“ hängt. Der Spaß ist den Beiden nach der Arbeit deutlich anzusehen. Herzlichen Dank für diese prominente Unterstützung.

Den riesigen Spaß mit den REHA-Familien April hat der SWR eingefangen und sendet in der SWR-Landesschau am 27. April 2021 einen kleinen Ausschnitt. Einschalten und reinschauen. Weitere Bilder folgen in Kürze.

Bienenwiese mit Andrea Müller und Volker Kugel

14 Jahre war die Sendung „Grünzeug“ aus dem Fernsehprogramm des SWR nicht wegzudenken. Bis 2017 ein Quotenhit und zweifach preisgekrönte „Gartensendung Deutschlands“ präsentierten zwei in Baden-Württemberg sehr bekannte Gesichter: Andrea Müller, SWR und Volker Kugel, Blühendes Barock. Vier Jahre später treffen Sie sich nun wieder in Tannheim zu einem besonderen Gartenprojekt. 150 qm Bienenwiese!

Dabei schrieb der Zufall wieder einmal das Drehbuch. Andrea Müller ist Mitglied im Förderverein der Nachsorgeklinik Tannheim und erfuhr über eine Mitgliederinformation von unserem Vorhaben, eine Bienenwiese anzulegen. Nicht nur, dass Sie uns mit einer Spende unter die Arme gegriffen hat, Sie bot spontan Ihr Kommen und Ihre Mithilfe an. Was für eine herausragende Idee, denn Sie hat Ihr Können bei der Aussaat in so mancher Grünzeug-Sendung unter Beweis stellen müssen. Hier der Beweis.

Wir freuen uns sehr auf das Gipfeltreffen der „Aussaat-Künstler“ und warten gerne das Blütenergebnis ab. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und findet am 26. April seinen prominenten Abschluss. An dieser Stelle gilt natürlich auch den vielen helfenden Händen der REHA April ein besonderer Dank, denn Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt und großartige Vorarbeiten geleistet. Ebenso gilt unser Dank dem Stallteam, angeführt vom Leiter der Reittherapie Arnold Seng. Chapeau! 👍

Boden abmagern – damit die Bienenwiese erblüht 🌼🌸🌺

Fast täglich erhalten wir Unterstützung von Eltern der REHA April. Aktuell stand das Thema abmagern der Pflanzfläche auf dem Programm. Also Schubkarre um Schubkarre voller Sand in den Boden einbringen.

Was einfach aussieht, bekommt allerdings über das Ausmaß der Fläche seine Herausforderung. Insofern ist jede helfende Hand sehr willkommen. Aber nach getaner Arbeit und dem erfreulichen Ergebnis ist man zurecht Stolz auf das Geleistete. Jetzt fehlt nur noch die Aussaat sowie die Humus-Abdeckung.

Das wird am 26. April mit Volker Kugel und seiner jahrelangen Partnerin Andrea Müller aus der SWR-Fernsehsendung „Grünzeug“ erfolgen. Andrea Müller ist ebenfalls Mitglied im Förderverein, hat von der Bienenwiese gelesen und spontan Ihre Hilfe angeboten. Wir sind sehr begeistert auf das Grünzeug-Wiedersehen in Tannheim.

Helfende Hände bereiten die Bienenwiese vor!

Wer hätte gedacht, dass sich so viele Mitglieder des Fördervereins in so kurzer Zeit angesprochen fühlen für unser erstes Naturprojekt mit Volker Kugel zu spenden. Er wird Ende April eine 150 qm große Bienenwiese anlegen. Sicher eine schweißtreibende Arbeit, aber mit der Unterstützung vor Ort sollte das Projekt gut von der Hand gehen. Die Spendenbereitschaft ist groß und reicht aus, die gesamte geplante Fläche der Bienenwiese anzulegen. Wir sagen herzlichsten Dank an die Spenderinnen und Spender.

Die Vorarbeiten sind in vollem Gange, damit Ende April ausgesät werden kann. Helfende Hände und Maschinen sind im Einsatz, die riesige Fläche vorzubereiten. Keine leichte Arbeit. Aber am Ende werden alle begeistert sein.

Kann man auf den Flächen noch mit Maschinen viel erreichen, wird es im Hangbereich reine Handarbeit. Da kommt keine Maschine hin. Und diese Arbeit muss natürlich auch sein, damit es am Ende richtig schön wird und die Bienen sich wohlfühlen.

Herzlichen Dank, dass Ihr mit so viel Spass dabei ward.

Bienenparadies nimmt erste Konturen an

So in etwa stellen wir uns diese leuchtende Bienenwiese vor. Wir freuen uns schon sehr, wenn Volker Kugel, Direktor des Blühenden Barock in Ludwigsburg hier in Tannheim Hand anlegt. Unterstützung wird er von vielen helfenden Vätern der REHA April erhalten, damit Ende des Monats der Samen eingebracht werden kann.

Wir sind auf einem guten Weg zur Bienenwiese. Die notwendigen Bienen-Spenden sind überraschend schnell eingetroffen und tragen dazu bei, unser Naturprojekt noch im April in die Tat umzusetzen. Wir sagen herzlichsten Dank für Ihre Unterstützung! Ersten helfenden Hände sind auf dem Gelände auch schon gesichtet worden! 🌸🌼🌻

Das Gelände wird mit Hilfe von REHA-Eltern und Kindern aktuell ausgemessen und markiert, damit als nächstes die Bodenfräse zum Einsatz kommen kann. Soviel ist sicher, das wird eine riesige Bienenwiese. Volker Kugel wird alle Hände voll zu tun haben, dieses Mammutprojekt Ende April in die Tat umzusetzen.