20. September 2024
Jasmin beeindruckte uns mit Ihrem Lächeln in der REHA September
asmin ist seit Jahren ein beliebter REHA-Gast in Tannheim. Sicher keine leichte Aufgabe für unsere Reittherapeuten, denn Jasmin ist eine schwerst gelähmte, mit spastischen Symptomen, auf den Rollstuhl angewiesene junge Patientin. Dennoch hatten alle sehr viel Spaß bei der Therapiearbeit. Ihr sechster REHA-Besuch mit Mama in Tannheim wird wohl das Highlight des Jahres 2024 sein.

Das Streicheln des Therapiepferdes hat Jasmin so viel Freude bereitet, dass wir Euch das nicht vorenthalten wollen.
Die therapeutischen Übungen sind so aufeinander abgestimmt, dass alle Sinne der Patienten angesprochen werden. Zuerst steht die Begegnung mit den Pferden an. Je nach Patient kann das ausgeprägter oder, wie in Fall von Jasmin, auf die Fähigkeiten angepasste Übungen sein. Ziel ist hierbei, die Angst vor den großen Pferden zu nehmen und gegenseitige Sympathien und Mut aufzubauen. Denn im Anschluss an die Begegnungsrunde folgt das Highlight der Therapie – das Reiten.
Die Reithalle in Tannheim ist so ausgestattet, dass wir Jasmin mit einem Lift problemlos auf den Pferderücken heben können. Raus aus dem Rollstuhl und rauf auf das Pferd. Eine besondere Abwechslung im Tagesablauf von Jasmin. Sie war mit Begeisterung bei der Sache. Aber seht selbst.



Auch diesen Lift konnten wir Dank vielen Spenden anschaffen und so schwerst behinderte Kinder und Jugendliche am Reitvergnügen ebenfalls teilhaben lassen.
Jasmins Mama schreibt zum REHA-Aufenthalt folgendes: Jasmin wurde per Kaiserschnitt im Jahr 1999, aufgrund einer vorzeitigen Plazenta Ablösung, geboren. Sie hatte keine Herztöne mehr und konnte auch nicht spontan atmen. Durch die Unterversorgung mit Sauerstoff musste sie reanimiert werden und im Anschluss daran einen Tag und eine Nacht künstlich beatmet werden. Danach konnte sie spontan atmen und hat auch sehr schnell getrunken. Im Laufe der nächsten drei Wochen wollte sie leben und hat ihr Bestes gegeben, um zu überleben. Nach drei Wochen Klinikaufenthalt konnten wir sie nach Hause nehmen, wo sie sehr gerne war und bis zum heutigen Tag auch noch gerne ist.

Die ersten Jahre waren sehr anstrengend für die Eltern und ihren zwei Jahre älteren Bruder, weil Jasmin sehr viel geschrien hatte, aber nach und nach wurde es besser und heute ist sie eine fröhliche junge Frau mit fast 25 Jahren, die überall schnell Anschluss findet und die Herzen der Menschen durch ihr Lächeln öffnet. Sie war in den vergangenen 25 Jahren sechs mal in Tannheim und für alle war es immer wie ein nach Hause kommen. Wir sind sehr dankbar für die vielen Aufenthalte hier und freuen uns jedes Mal an den tollen Angeboten. Jasmin wird überall herzlich empfangen und hier werden ihr Möglichkeiten geboten, die sie zu Hause so nicht hat. Für mich als Mama ist dies eine große Bereicherung in Jasmins Leben und für mich selbst konnte ich hier wieder zur Ruhe kommen und Kräfte sammeln für den oft stressigen Alltag zu Hause.
Vielen Dank allen, die das möglich machen!
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
27. August 2024
Leni mit Chilli tanken im August viel Selbstvertrauen
Leni (7) kämpft seit 2020 gegen ihren bösartigen Tumor im kleinen Becken. Durch zahlreiche Krankenhausaufenthalte, Operationen und die Folgen der Akuttherapie, kämpfte sich Leni und ihre Familie tapfer im Leben voran. Lenis Familie sieht durch Lenis Aufenthalte im Krankenhaus, dass sie an Selbstbewusstsein deutlich verloren hatte.

Leni ist aber ein starkes Mädchen, was in ihren jungen Jahren viel erlebt und durchlebt hat. Bedingt durch ihre große Liebe zu Pferden wollte Leni natürlich zu uns in die Reittherapie.
Sabine Füll: „Wir sind sehr dankbar, dass wir Leni auf ihrem Weg begleiten und sie stärken dürfen“. Mit Therapiepferd „Chilli“ und unserer Reittherapeutin Sabine Füll, konnte Leni neues Selbstvertrauen fassen, gewinnt neuen Lebensmut und eine emotionale Stärkung. Was für eine wunderbare Geschichte im August.
Lenis Familie schreibt uns über die Zeit der Reittherapie/ Tannheim: Das Reiten gibt Leni Kraft und lässt sie den Alltag und die Schmerzen vergessen. Leni genießt jeden Moment auf den Pferden und ist jedes Mal mächtig stolz, wenn die Reitstunde im Therapiestall vorüber ist. An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ganz herzlich beim Team der Reittherapie bedanken! Ihr macht das wirklich toll mit Leni und wir sind überglücklich, dass Euer Team das Reiten trotz Nephrostoma für Leni möglich macht! Danke!
26. Juli 2024
Finn – unser Mutmacher in der Juli-REHA
Finn kam mit seiner Familie nach Tannheim, um sich von den Strapazen einer schweren onkologischen Erkrankung zu erholen. Sie führte leider dazu, dass Finn erblindete. Gerade einmal 6 1/2 Jahre alt und schon vor solche Herausforderungen gestellt. Arnold Seng nahm sich seiner an und gestaltete Ihm einen besonderen Tag in der Reittherapie. Finn hat Arnold mit seinem Mut und seiner Neugierde so begeistert, dass Ihm für seinen weiteren Lebensweg nicht bange ist. Ein wirklicher MUTMACHER


Was eine Reittherapie alles auch mit blinden Kindern bewirken kann, haben wir in einen Video festgehalten. Es wurde sicher einer der beeindruckendsten Tage in Finn‘s kurzem Leben. Wir wünschen alles Gute für seine Zukunft.
Am Beispiel von Finn kann man erahnen, wie abwechslungsreich und interessant unsere Reittherapie täglich arbeitet. Wir sind auf unser Team sehr Stolz.
21. Juni 2024
Pünktchen ist für Alma zum „knuddeln“
Das ist einer der wichtigsten Teile unserer Reittherapie. Begegnungen! Denn nicht immer steht das Reiten im Vordergrund. Für Alma ist begegnen, streicheln und knuddeln wichtiger, als eine Reitstunde in der Reithalle. Alma ist aktuell in Tannheim für eine REHA-Maßnahme. Ihr angeborener Herzfehler begrenzt und behindert Sie täglich. Daher sind Ihr Begegnungen hilfreicher, als eine Stunde im Sattel.

Alma (17) versucht ihren Krankheitsverlauf mit Hilfe unseres Therapieponys zu verarbeiten. Ihr war es wichtig, Pünktchen gut zu putzen und zu pflegen. Vor allem aber die Nähe zu Pünktchen war Ihr persönliches Highlight. Unser geduldiges Therapiepony half Ihr sehr, ihren Krankheitsverlauf und die damit verbundenen Ängste zu bewältigen. So kehrt Sie gestärkt in Ihren Alltag zurück.



In der Reittherapie geht es täglich darum, gestärkt und in ihren Bedürfnissen gefördert zu werden.
6. Juni 2024
Kann eine Waschmaschine so viel Freude bereiten?
Eigentlich ist eine Waschmaschine ein Haushaltsgerät, das zu funktionieren hat. Quasi ein notwendiges Übel in jedem Haushalt. Unsere Reittherapie sieht das aktuell ganz anders. Quälten Sie sich bislang mit einem alten Haushaltsgerät herum, wäscht ihre neue Industrie-Waschmaschine nun mehr als das doppelte Gewicht und erheblich mehr Menge in einem Waschgang. Hierfür waren täglich Stunden notwendig, um alle Reitutensilien wie Pferdedecken, Reitjacken und -handschuhe eines Therapietages wieder auf Vordermann zu bringen. Mit der neuen Industrie-Waschmaschine genügen nun täglich zwei Waschladungen, um diese vorgeschriebene Hygienearbeit zu erledigen. Neben der Zeitersparnis kommt noch eine erhebliche Energieeinsparung hinzu. In Summe ein voller Erfolg für unser Therapie-Team. Deshalb ist es verständlich, dass sich Alle sehr über diese Anschaffung gefreut haben.

Auch diese Anschaffung konnten wir nur Dank einer Spende kurzfristig umsetzen. Spontan fand sich ein Gönner, der uns erneut unter die Arme gegriffen hat. Wir sagen herzlichsten Dank für diese außergewöhnliche Unterstützung und die spontane Zusage.

2. Juni 2024
Neuer Sattel für Riba war dringend notwendig
Kein Pferderücken ist wie der andere. Und wenn ein Sattel zwickt und klemmt, mach auch einem Therapiepferd die Arbeit keinen wirklichen Spaß. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir auch diesen schönen Sattel für Riba spontan gespendet bekamen.

Inzwischen arbeiten wir mit neun Therapiepferden und neben den Anschaffungskosten für das Pferd, entstehen immer weitere Kosten für Sattel und Zaumzeug. Aber ohne dieses Zusammenspiel von Therapiearbeit und dem notwendigen Sattelzeug kann es keine erfolgreiche Therapieergebnisse geben. Ein falsch ausgeführter Sattel führt zu einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung des Reiters, was zu Druckstellen und Ungleichgewicht auf dem Sattel führt. Ein solcher Sattel ist für den Reiter nicht bequem und erfüllt somit nicht seine Funktion. Vor allem aber ist er sehr gesundheitsschädlich für das Therapiepferd. Eine zu schmale Kammerweite führt zu Druckstellen entlang der Wirbelsäule. Ist die Widerristfreiheit nicht gegeben, macht sich das besonders beim Aufsteigen bemerkbar. Hierauf achten unsere Reittherapeuten besonders, um das Reiterlebnis für Pferd und Reiter unvergesslich zu gestalten.


Stolz präsentiert Arnold Seng mit seinem Team den neuen Sattel von Riba. Man könnte fast zum Eindruck gelangen, dass Riba hierbei ein wenig lächelt. 🥰🥰🥰 Zumindest ist die Freude bei unserem Therapieteam deutlich sichtbar. Ein besonders schön gearbeiteter Sattel wird sicher auch unsere Kids in den nächsten Wochen und Monaten begeistern.
20. April 2024
Der „kleine“ Star unter unseren Therapiepferden
Pferde sind eben Pferde – groß und meist unhandlich.🤣🤣🤣 Zumindest, wenn man erst fünf Jahre alt ist. Nicht so bei unserem „FLIPP“. Auf Augenhöhe mit unserer Kids der Schneckengruppe ist Flipp ein Erlebnis, dass sich dauerhaft in alle kindlichen Erinnerungen einbrennt. Klar, dass alle Schnecken-Kids Ihn unbedingt streicheln, knuddeln und vor allem reiten wollten. Ein so kleines Pferd hatte zuvor noch niemand gesehen. Ein echtes „Wow“-Erlebnis für alle REHA-Familien und Schnecken-Kinder.

Hatte das Wetter am Vormittag noch das Reiten in Außenbereich zugelassen, zog man wetterbedingt am Nachmittag in die Reithalle um. Übrigens eine großartige Spende der Sparda-Bank BW und der Herzenssache an die Nachsorgeklinik und speziell an unsere Reittherapie . Es ist wunderbar, dass wir unabhängig von Wind und Wetter sind und ganzjährig unsere Tiererlebnisse bieten können. Das Erlebnis des Tages war entsprechend groß, und das Glück stand allen Kids am Ende des Tages ins Gesicht geschrieben. Kann man mehr bieten?

Flipp ist unser 9. und jüngster Zuwachs in unserer Herde. Auch für Ihn war dieser Therapietag sein erster großer Auftritt mit seinen Pferdefreunden. Alle Therapeuten hatten das Gefühl, dass es Ihm viel Spaß gemacht hat und sich in allen Situationen vorbildlich verhielt. Er wird in Zukunft sicher noch viele Kindergesichter und -herzen zum strahlen bringen. Alleine sein eigener Auftritt bei unseren jüngsten REHA-Kids ist sehenswert. Neugierig und durch seine überraschende Größe ist Flipp der leuchtende Star in allen Kinderaugen. Schnecken-Kids sehen in Ihm nicht nur einen guten Freund auf Augenhöhe, seine Wärme und sein gewinnendes Vertrauen machen Ihn zu einem geliebten Freund. Was bislang für unsere kleinen Gäste nicht möglich war, soll künftig fester Programmpunkt in unserer Pferdetherapie werden. Reitprogramme mit unseren „Schnecken“.








23. April 2024
Sina und Lukas sind das bunte Traumpaar im April
Sina ist mit Ihren Eltern in Tannheim. Gemeinsam verarbeiten Sie den Tod eines liebgewonnenen Familienmitglieds. Keine leichte Aufgabe, besonders wenn man noch so jung ist.

Deshalb nahm unsere Reittherapie Sina in das Programm „heiltherapeutisches Reiten“ auf, um sich mit Ihr und Ihrer Trauer tiefer zu beschäftigen. Mit heiltherapeutischem Reiten helfen wir Kindern wie Sina, durch Kontakt mit Pferden mit Ihrer akuten Situation besser zurecht zu kommen. Der heilende Kontakt erfolgt zum einen durch Reiten auf Lukas, aber auch über Pflege und kreatives dekorieren des Tiers in unseren Stallungen. Dieses pädagogische, therapeutische und rehabilitative Programm beeinflusst nachhaltig das Erlebnis von Sina. Sie war HELDIN des spielerischen Programms. Und Lukas hatte viel Spaß bei der körperlichen Pflege und der bunten Verwandlung.

Therapeutisches Reiten macht sich grundsätzlich das Pferd zu Nutze und regte damit alle Sinne von Sina an. Reiten beeinflussen dabei massiv das Gleichgewicht, die Körperspannung und die körperliche Aufrichtung. Die 3-dimentionale Gangart des Pferdes ist hierbei das Geheimnis. Allein die Wärme und das Getragen werden führt zur wesentlichen Verbesserung der Körperkontrolle. Ein Erlebnis, dass Sina so noch nicht kannte. Nicht nur die körperliche Entwicklung stand im Fokus bei Sina, sondern ebenso die Verbesserung der Selbstwahrnehmung. Den Umgang und die Kontrolle über größere Pferde führten zu gesteigertem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Positive Erlebnisse spielen eine ganz besondere Rolle und Lukas war hierfür der beste tierische Partner. Sina meisterte alle Situationen, die Sie sich zunächst nicht zugetraut hätte. Das überträgt sich hoffentlich auf Ihren Alltag. Sie traute sich mehr zu und lernte, ungewohnte oder einschüchternde Situationen spielerisch zu meistern. Hierdurch erreichten wir unser Lernziel: Verbesserung von Sozialverhalten, Einfühlungsvermögen und Mitgefühl, Aufbau und Verbesserung von Selbstwert und Selbstvertrauen, Abbau von Ängsten und Begründung von neuen, auch tierischen Freundschaften. Sina wird Lukas sicher ins Herz geschlossen haben und viel Neues mit nach Hause nehmen.

15. April 2024
Malea war die Reitkönigin im März
Malea König hatte bereits in jungen Jahren mit Krebs zu kämpfen und benötigte nach erfolgreicher Behandlung ein Implantat im Oberarm. Mit dieser ernüchternden Vorgeschichte kam Sie nach Tannheim und hatte nur ein Ziel, Ihr Gleichgewicht wieder herzustellen sowie Ihre Kondition und Ihre Muskulatur am Handicap-Arm aufzubauen und zu stärken.

Deshalb nahm Sie gerne therapeutisches Einzelreiten mit unserer Reittherapeutin Sabine Füll wahr. Das zurückstecken in der Krankheitsphase sollte vorbei sein, und ein mutiger Schritt in eine neue Zukunft musste her. Genau die richtige Aufgabe für unser Therapiepferd Chek, der mit seiner Ruhe und Leichtgängigkeit kein Risiko für Malea´s fehlendes Gleichgewicht darstellte. Professionell angeleitet und motivierend unterstützt durch Sabine Füll, fanden in den vier Wochen Malea und Chek eng zusammen. Was undenkbar schien, wurde plötzlich leicht. Selbst Lenkbewegungen mit dem handicap-Arm waren für diese Beiden plötzlich möglich. Während der REHA-Wochen wuchsen die Wünsche, mehr und mehr auf Chek´s Rücken zu erreichen. Das Selbstwertgefühl sowie das Selbstbewusstsein entwickelte sich bei Malea von Setting zu Setting. Zum Ende der REHA sollte auch noch der Galopp über eine Stange gelingen. Sie verließ die REHA hoch motiviert und mit neuen Impulsen bestückt. Denn was auf Chek´s Rücken möglich war, sollte jetzt im Alltag seine Fortsetzung finden. Wieder eine der vielen tollen Geschichten der Reittherapie und Ihren hilfreichen Möglichkeiten.


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23. März 2024
Wochenlang mit unseren Tieren auf „Du und Du“
Wer mag das schon, jeden Morgen pünktlich um 7 Uhr aufzustehen, in den Stall zu gehen und gut gelaunt zu helfen? Marley, Oskar, Thomas, Leon, Christian und Matthes machten das sehr gerne! Sie waren sich nicht zu schade, unser Stallteam bei der Versorgung aller Tiere zu unterstützen. Elterliche Hilfe erhielten Sie von Frau Flescher und Herr Thaler. Freiwillig und mit jeder Menge Spaß waren Sie während der gesamten März-REHA mit Feuereifer dabei.












Dabei kamen unsere Stallhelfer natürlich täglich unseren Therapie-Tieren sehr nahe. In diesen Wochen entstanden enge tierische Freundschaften, die bei der Abreise mit einer kleinen Träne im Auge verdrückt werden muss. Dennoch, es war für alle Helfer und Tiere ein gegenseitiges Erlebnis und gleichzeitig eine riesengroße Hilfe für unsere Stallpflege. Symbolisch drücken wir Alle ganz herzlich für Ihre Unterstützung.


Eine morgendliche Ausfahrt mit dem grünen Monster, um für die Pferde Heuballen zu holen, ist natürlich ein Highlight für Oskar und Thomas. Das war ein vergnügliches Stallerlebnis.


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19. März 2024
Mittwochs rocken die Animalkid´s
Seit mehr als vier Jahre veranstaltet Catherin in der Reittherapie für vier bis sechsjährige Kids einen absoluten Lieblingstag. Toben, hopsen, reiten und rennen mit unseren Tieren des Steichelzoos sind das heiß erwartete Erlebnis. Zum Glück ist Catherin Weinreich für jeden Spaß zu haben und eine erfahrene Therapeutin im Umgang mit diesen zwei so unterschiedlichen Welten. Das Spielerlebnis ist so unglaublich großartig, dass unsere REHA-Kids Sie über alle Maße lieben.

Weil Haustiere bekanntlich auf der Wunschliste vieler Kinder ganz oben stehen, sind diese Erlebnistage in Tannheim ein riesiger Wunschtag. „Mama, ich möchte so gerne ein Haustier!“ kennen so viele Familien. Eltern sind von dieser Idee oft gar nicht begeistert. Zu groß ist die Sorge, dass sie sich um die Vierbeiner letztlich selbst kümmern müssen. Und das in Kombination mit einem kranken Kind ist für viele Familien kaum koordinierbar. Deshalb investieren wir in Tannheim viel Zeit in diese Begegnungen, die sowohl das Spiel- und Spaß-Erlebnis zulassen, aber auch viele Lernprozesse bei den Kids unbewusst in Gang setzen.


„Im Umgang mit Tieren werden auf spielerische Art Fähigkeiten wie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft sowie soziale Kompetenz entwickelt und gefördert“, erklärt Catherin. Hinzu kommt: Mit einem Tier kommen Kinder an die frische Luft. Auch das fördert die Entwicklung und Kreativität der Kleinen. So verausgaben sie sich und lernen Raum, Tiefe, Distanzen und Schnelligkeit besser einzuschätzen. Außerdem fördern all diese Spiele an der frischen Luft einen guten Schlaf mit vielen tollen Kinderträumen!
Kinder erkennen in der Reaktion der Tiere ganz genau, wie ihr eigenes Verhalten wirkt. Sie merken schnell, dass sie ihr Spiel-Tier nicht ruppig behandeln oder vernachlässigen dürfen. „Kinder und Tiere erziehen sich eben gegenseitig“, so Catherin. Studien belegen, dass Kinder von ihren vierbeinigen Freunden viel lernen können: „Kinder haben in Kindergarten weniger Anpassungsschwierigkeiten, sind umgänglicher, lernen Körpersprache besser zu deuten und eigene Wünsche zugunsten eines anderen Lebewesens zurückzustellen“, sagt Catherin.


Oft ist ein eigenes Haustier bei unseren REHA-Familien nicht möglich, weshalb diese Erlebnistage immer voll besetzt sind. In Kleingruppen von vier bis sechs Kinder geht es dann los. Kleingruppen sind deshalb sehr wichtig, damit alle Kinder gleichermaßen berücksichtigt werden und die notwendigen Ansprachen und Anreize während der Therapie erhalten.
Immer wieder hören wir nach diesen Nachmittagen, dass Eltern nach der REHA-Maßnahme im nahegelegenen Tierheim nachfragen, ob man sich ein kinderfreundliches Tier zum Gassigehen ausborgen kann. Wir finden diese Idee wirklich großartig. Kinder nehmen im Umgang mit Tieren so vie
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30. Januar 2024
Lily und Jule im Pferdeglück
So ein Therapietag mit Pferden ist für Kinder schon etwas Besonderes. Für Jule ging es mit Pünktchen raus in die bewaldete Umgebung von Tannheim. Auf Lily hingegen wartete bereits Lukas, unser Therapiepferd, auf dem man so manches Kunststück vorführen kann.


In unserer Reittherapie fördern wir mit und auf dem Pferd die gesunde Entwicklung von Körper, Geist und Seele ganz individuell. Kinder mit Auffälligkeiten in der Wahrnehmung, der Motorik, der Sprache und des sozialen Verhaltens profitieren vom Kontakt zum Pferd und der Bewegung auf dem Pferderücken. In der Reittherapie geht es nicht darum, reiten zu lernen. Vielmehr erhalten unsere REHA-Kinder einen Raum für ihre persönliche Entwicklung, werden ernst genommen und können sich ausprobieren. Fernab vom Stress des durchstrukturierten Familien- und Schulalltags können sie ihre Fähigkeiten und Potentiale neu entdecken und entfalten. Und wie das klappt bei Lily und Lukas seht Ihr hier!








Beim Ausritt in der Natur lernen unsere REHA-Kinder auf ihre Wahrnehmungen zu hören. Durch Begleitung und Anleitung erfahren sie ihre eigene Stärke und ihren Selbstwert ohne Druck und ohne Vergleiche mit Anderen. In dieser Auszeit dürfen die Kinder einfach Kind sein und schöpfen dadurch Kraft für sich selbst. Reittherapie ist eine Therapieform, die Spaß macht. DIE Grundlage, damit Lernerfahrungen im motorischen, sprachlichen oder emotionalen Bereich stattfinden. Wieviel Spass es Jule gemacht hat, kann man unschwer erkennen.



Unsere Reittherapie ist zum festen Bestandteil des Behandlungskonzeptes und ein Aushängeschild der Nachsorgeklinik Tannheim geworden. Lily und Jule erlebte
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26. Januar 2023
Schneepferde im Glück
Ja – es gibt Schnee in Tannheim. Aber doch deutlich weniger, als in den Jahren davor. Dennoch fühlen sich unsere Therapiepferde pudelwohl – jedes nach seiner Fasson!


Das heutige Programm stand ganz im Zeichen von Wellness im Schnee : Schlafen im Heubett oder Ganzkörper-Schneemassage. 😍🥰🤣🦓 Wie es eben beliebt. Eines hatten aber alle Pferde gemein – raus aus dem Stall und auf den Allwetterplatz. Therapiepferd in Tannheim scheint der „Sechser im Lotto“ zu sein. 👍🦓😀



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19. Januar 2023
Erlebnistag für unsere Schneckengruppe
Sonnenschein, Schnee und Pferdeausritt – da kommt bei Allen gute Laune auf. Die Turboschnecken der Schneckengruppe haben einen herrlichen Winterspaziergang gemacht, da waren die Pferde (fast) Nebensache![]()
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5. Januar 2023
Unser ganzer Stolz sind acht Therapiepferde
Nach kurzer Weihnachts- und Silvesterpause geht es diese Woche wieder an die Therapiearbeit. Diesen kurzen Moment der Ruhe genossen alle unsere Pferde – natürlich bei Sonnenschein auf dem Allwetterplatz.

Man kann es allen Pferden ansehen, es geht Ihnen in Tannheim sehr gut. Ermöglicht haben zahlreiche Spender und Spenden diese außergewöhnlich gepflegte Pferdeanlage. Ein sehr beachtetes Aushängeschild der Nachsorgeklinik Tannheim.






Die letzten Tage haben sie noch einmal ausgiebig genossen, um für die ersten Patienten in 2023 motiviert bei der Sache zu sein.
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Warum gerade Pferde für die tiergestützte Therapie?
Pferdepflege, ein wichtiger Aspekt in der Reittherapie. Hierbei geht es nicht nur darum, ein Pferd sauber zu halten. Es geht vielmehr um Dinge wie: Kontaktaufnahme, Abbau von Berührungsängsten, Erleben von Körpernähe oder das Erlernen von Handlungskompetenzen. Pferde sind sehr soziale Wesen. Sie haben sich als Fluchttier hoch spezialisierte Wahrnehmungs-und Verhaltensweisen angelernt. Deshalb können sie bei ihrem Gegenüber sofort emotionale Spannungsfelder wahrnehmen und sich entsprechend darauf einstellen.

Diese Fähigkeit der Pferde, uns unsere innere und äußere Haltung ständig widerzuspiegeln, bietet die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung. Für uns als Therapeuten dient das Pferd als Co-Therapeut, das uns spiegelt und Feedback gibt. Das Pferd fordert uns zu einer eindeutigen Kommunikation und Klarheit auf.
Für das Pferd ist es nicht wichtig, was ein Mensch erlebt hat, sondern wie er sich im Augenblick fühlt, und wie authentisch er sich gibt.
Pferde lassen sich nicht durch vordergründige Äußerlichkeiten täuschen.
Pferde reagieren auf Gestik, Stimme, Atmung, Stimmungssignale, Körperspannung und die Echtheit der Beziehung.
Das Pferd bricht schnell Abwehrmechanismen bei Kindern, da es einen sehr hohen Aufforderungscharakter hat.
Das Pferd schafft immer eine beruhigende, motivierende Atmosphäre, zumal es von Natur aus neugierig und freundlich ist.




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Bestehende Einschränkungen einfach vergessen
Die Reittherapie der Nachsorgeklinik Tannheim ermöglicht beeinträchtigten Kindern therapeutische Reitstunden, die neben dem Spaß auch besonders erfolgreich auf die Physiognomie der „Reiterin oder des Reiters“ einwirken.

Durch den engen Kontakt zum Therapiepferd entsteht das Kindheitsgefühl, „getragen“ zu werden. Es stabilisiert das innere und äußere Gleichgewicht und stärkt so das eigene Selbstvertrauen sowie den Mut für eine neue Zukunft. So stärken wir die Teilnehmer für die täglichen Herausforderungen und vermitteln neuen Lebensmut.
Der dreidimensionale Gangrhythmus eines Pferdes überträgt sich auf den Reiter so extrem, dass Gleichgewichts- und Sinneserfahrung insbesondere bei beeinträchtigten Menschen zu großen Erfolgen führen. Schmerzvolle Verspannungen aber auch Angstzustände jedweder Art lassen sich hierdurch äußerst erfolgreich therapieren. Bestehende Einschränkungen treten in diesen Therapiestunden gewollt in den Hintergrund und führen oftmals zu überraschenden und meist zu nicht gekannten Fähigkeiten des Kindes. Diese Ergebnisse machen uns besonders stolz und unterstreichen die Bedeutung der Reittherapie.



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Unsere Therapiepferde in Tannheim
Wir hoffen die Pferdevorstellung zur Reittherapie der Nachsorgeklinik Tannheim hat Euch gefallen.
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Sonne satt? Davon bekommt unser Pferd Leon nie genug! Er liebt es in der schönen, warmen Sonne zu stehen:

Rasse: Friese
Geschlecht: Wallach (männlich)
geboren: 20.05.2011
Eigenschaften: verschmust, stark besonnen
Größe: 1,70 m
Er ist außerdem das größte Pferd in unserer Pferdegruppe![]()
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„Bewegung ist das A und O“ – nach diesem Lebensmotto lebt unser kleiner Lukas:

Rasse: Dartmoor Pony
Geschlecht: Wallach (männlich)
geboren: 28.05.2009
Eigenschaften: bewegungsfreudig, sensibel
Größe: 1,15m
PS: Lukas ist der Kleinste von unserer Pferdegruppe![]()
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Bei wem kommt der Spaß nie zu kurz? Bei unserem großartigen Chek!
Wir stellen unseren treuen Chek vor:

Rasse: Friesenmix
Geschlecht: Wallach (männlich)
geboren: 13.04.2004
Eigenschaften: neugierig, frech
Größe: 1,45 m
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Sie liebt es mit Menschen zu arbeiten, wer das wohl sein mag?
Dürfen wir vorstellen, unsere liebe Riba![]()

Rasse: Quarter Horse
Geschlecht: Stute
geboren: 04.06.2010
Eigenschaften: sensibel, menschenbezogen
Größe: 1,48 m
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Unser kleiner Snoopy stellt seinen Arbeitskollegen und Freund Magic vor
Kuscheln? Da seid ihr bei unserem kuschelbedürftigten Magic genau richtig:

Rasse: Connemara,
Geschlecht: Wallach (männlich),
geboren: 20.04.2005,
Eigenschaften: verschmust, neugierig,
Größe: 1,48 m
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Täglich meistern sie eine wahnsinnige tolle Arbeit und helfen den schwer, chronisch kranken Patienten der Nachsorgeklinik Tannheim während ihrer Reha und zaubern ihnen ein Lächeln ins Gesicht. 💛
Wir beginnen mit unserem kleinsten, fleißigen Helfer:

Unser lieber Snoopy
Rasse: Reitpony
Geschlecht: Wallach (männlich)
geboren: 23.02.2002
Eigenschaften: gelehrig und neugierig
Größe: 1,24m
PS: die Größe, auch Stockmaß genannt, wird bei einem Pferd vom Huf bis zum Widerrist gemessen.
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Geborgenheit gibt Patienten die KRAFT für einen NEUANFANG


Psychologen bezeichnen Geborgenheit als zentrales Lebensgefühl. Seine Definition umfasst die Begriffe Sicherheit, Wohlgefühl, Vertrauen, Zufriedenheit, Akzeptanz und Liebe durch andere. Psychologen und Pädagogen betrachten die Erfahrung von Geborgenheit in der Kindheit als wesentlich für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Zudem ist Geborgenheit eine Grundvoraussetzung für das kindliche Spiel. Lebenskonflikte, die wir mit den vielen Facetten der Reittherapie nahezu täglich gemeinsam mit Kindern auszuräumen versuchen.


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Reittherapie als ganzheitliches Angebot hat sich bewährt

Der Kontakt zu Tieren und speziell das Reiten wird in der Nachsorgeklinik Tannheim gezielt für die Therapie von Kinder und Jugendlichen und ihren Familien eingesetzt. Das Angebot maßgeblich mit aufgebaut hat Diplom-Reitpädagoge Arnold Seng. Der 52-Jährige ist fast 20 Jahre in der Nachsorgeklinik tätig. Schritt für Schritt sind der Therapiestall sowie ein Angebot entstanden, das es so wohl kein zweites Mal in einer Rehaklinik gibt. „Wir haben einen guten Ruf, bieten auf der Anlage einen hohen Standard und hygienische Bedingungen an“, erläutert Arnold Seng. Denn die Reittherapie nehmen auch Patienten in Anspruch, deren Immunsystem durch eine Krankheit wie Mukoviszidose oder vorangegangenen Chemotherapie zur Behandlung von Krebsleiden noch angegriffen ist. Solche Patienten dürfen im Außengelände reiten.
Gefragtes Angebot Das Angebot selber ist begehrt. Da die Leistung von den Krankenkassen nicht bezahlt wird, tragen kleine und große Spenden zur Finanzierung bei. „Wir bekommen regelmäßig Anfragen von außen, ob noch Plätze in der Reittherapie frei sind, aber dafür haben wir keine Kapazitäten.“ Wegen der Corona-Pandemie gelten verschärfte Hygiene- und Schutzbestimmungen im Klinikbetrieb. „Die Patienten fühlen sich deswegen sicher und gut aufgehoben – diese Rückmeldung bekommen wir immer wieder.“ Einen wichtigen Anteil am Funktionieren des Angebotes habe der Förderverein Deutsche Kinderkrebsnachsorge. Denn der Verein investiert in die Reitanlage, bezahlt Tierarztrechnungen und finanziert noch weitere Dinge, die für den Betrieb des Therapiestalles unerlässlich sind, betont Arnold Seng.
Der große Einsatz hat sich angesichts der schmucken Anlage gelohnt. Entstanden ist sie aus kleinen Anfängen: einem Streichelzoo. Den gibt es mit Esel, Ziegen, Hasen und Meerschweinchen zwar noch immer – aber eingebunden in ein großes Ganzes. „Uns stehen derzeit drei Großpferde, zwei Pferde mittlerer Größe und zwei Ponys zur Verfügung“, erzählt Seng. Neben ihm als Leiter der Reittherapie sind Hippotherapeutinnen (das sind Behindertenreitsportlehrerinnen) dort tätig. Mit Unterstützung von geringfügig Beschäftigten wird gewährleistet, dass die Tiere auch am Wochenende gut versorgt sind.
Umfangreiches Angebot Die Therapien werden als Einzeltermine (45 Minuten) oder Gruppentermine (90 Minuten) angeboten. Zum Freizeitangebot gehören das sonntägliche Ponyreiten, Reiten für Erwachsene und Fortgeschrittene – wenn Platz ist. „Es gibt auch Selbsterfahrung mit dem Pferd. Denn das Tier merkt schnell, wenn sich der Reiter nicht durchsetzen kann beziehungsweise verweigert sich bei zu harscher Behandlung“, so Seng. Mit Patienten und ihren Familien hat der Reitpädagoge bereits viele anrührende Erlebnisse gehabt. „Es fließen so manches Mal Tränen. Auf einem Pferd fühlt man sich getragen. Man muss aufrecht sitzen, das öffnet den Körper. Und das ist gerade für verwaiste Eltern eine eindrückliche Erfahrung, wenn sie sich nach langer Zeit mal wieder aufrichten.“ Erwachsene seien oft erstaunt, was ihre Kinder mit und auf dem Pferd in der Rehaphase leisteten. „Die Patienten sitzen auf dem Pferd, und die Augen funkeln vor Freude.“ Die Reha dauert vier Wochen. Für Arnold Seng ist es eine besondere Bestätigung, wenn die Eltern sagen: „Wir machen damit weiter“. Die Reittherapie sei ein ganzheitliches Angebot. In interdisziplinären Besprechungen mit anderen Abteilungen der Klinik bekomme er aus allen Abteilungen Rückmeldungen zu einem Patienten. Bei Geschwistern von schwer kranken Kindern habe er erlebt, wie sie durch den Umgang mit den Tieren aufblühen. „Die stehen dann auch mal im Mittelpunkt, weil sie gesehen und gehört werden.“ Beim Reiten gehe es außerdem um Mobilisation und Muskelaufbau. „Patienten mit Mukoviszidose oder mit Prothesen werden trainiert, ohne dass sie es merken, durch die Bewegung auf dem Pferd an der Longe.“ In vier Wochen Reha könne man keine Wunder bewirken, aber eindrückliche Erlebnisse bestätigen den Wert der eigenen Arbeit. „Ich erinnere mich an ein Kind, das war total schüchtern als es hier ankam. Mit der Zeit hatte sich das zwar etwas gelegt, aber mehr auch nicht. Nach drei Monaten rief mich die Mutter an und berichtete, das Kind sei wie umgedreht in der Schule und habe dort inzwischen viele Freunde.“ Die Nachsorgeklinik mache auch wichtige soziale Angebote. Das gebe den Familien Kraft zum Weitermachen. „Jeder hier hat seinen Anteil daran.“ Wegen Corona beschäftige jeden Mitarbeiter die Frage, welchen Kontakten man sich überhaupt noch aussetze – mit Blick auf die Patienten in der Klinik.
Wichtig ist für Arnold Seng, dass es den Pferden gut geht. „Wir machen die Pläne so, dass die Pferde nicht öfter als zwei oder drei Mal am Tag eingesetzt werden.“ Jedes Tier werde einmal täglich trainiert. Aufgrund des guten Rufes des Stalles gelinge es oft, Pferde auf Probe zu bekommen, um deren Charakter und Können besser kennenzulernen. „Sie müssen gut trainiert und nicht schreckhaft sein.“ Sollte ein Pferd aufs Altenteil müssen, werde dafür gesorgt, dass sie den Rest ihres Lebens in einer guten Umgebung verbringen könnten. Gestern sind neue Patienten und ihre Familien in der Nachsorgeklinik eingetroffen. Vier Wochen Zeit, um Kraft zu tanken für einen von Krankheit geprägten Alltag.coh
Ein Artikel aus der Südwest Presse / Die Neckarquelle Villingen-Schwenningen vom 24. November 2020. Copyright Hermann Kuhn GmbH & Co. KG 2020.
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Was ist Hippotherapie?
Die Hippotherapie ist als Form des Therapeutischen Reitens ein pferdegestütztes, physiotherapeutisches Verfahren, bei dem speziell ausgebildete Therapiepferde eingesetzt werden. Sie wird in allen Altersgruppen bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Stütz- und Bewegungsapparats eingesetzt. Diese Therapieform des Therapeutischen Reitens findet in der Gangart Schritt statt.

Hierbei werden dreidimensionale Schwingungen auf das Becken des Menschen übertragen. Die dadurch entstehenden Impulse ermöglichen das Training der Haltungs-, Gleichgewichts- und Stützreaktionen sowie eine Normalisierung der Muskelspannung. Dadurch können eine Vielzahl von Alltagsaktivitäten positiv unterstützt und somit dem Patienten ein Stück Lebensqualität zurückgegeben werden.




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Einblicke in die Hippotherapie:

Madleine kann aufgrund ihrer Krankheit, nur noch mit Hilfe ein paar Meter gehen. Ihre
Beinmuskulatur ist so in Spannung, dass ihr die Spreizung fast nicht möglich ist. Mit Hilfe unseres Lifters, hat sie trotzdem die Möglichkeit auf das Pferd zu kommen. Die Bewegung des Pferdes löst etwas die Spannung in den Beinen und ihr Rumpf wird trainiert. Außerdem ermöglicht es ihr, die Welt von oben zu entdecken und sie ist nicht auf ihren Rolli angewiesen.
Jasmin hat plötzlich einschießende Spastiken im ganzen Körper. Diese kann Sie nicht

steuern. Ihre Muskeln verkrampfen und strecken sich. Auch Jasmin wird mit dem Lifter auf das Pferd *geflogen*. Der Transfer ist anstrengend für sie, da sich der ganze Körper streckt. Auf dem Pferd setzt sich die Therapeutin hinter Sie. Es ist ein kleines Wunder, nach 15 min auf dem Pferd, entspannen sich ihre Muskeln und werden ganz weich. Jasmin kommt zur Ruhe und lächelt zufrieden. Leider war am Ende unser Fotograf nicht mehr anwesend, um dies zu fotografieren.
Ein Respekt an unsere geduldigen Pferde, die besten Therapeuten überhaupt.

Keinesfalls steht dabei die reitsportliche Ausbildung an vorderer Stelle, vielmehr geht es im Rahmen der Therapie um eine günstige Beeinflussung der Persönlichkeitsentwicklung, insbesondere bei Motorik, Wahrnehmung, Lernen, Befindlichkeit sowie Verhalten.Therapiestall
Der Therapiestall der Nachsorgeklinik Tannheim besteht aus dem Stallgebäude, einem Reitplatz, einer Therapie-Reithalle und mehreren Koppeln. Es stehen für das Reitangebot fünf Großpferde und zwei Ponys zur Verfügung. Außerdem beherbergt der Therapiestall Hühner, Hasen, Meerschweinchen, Ziegen und die Eselin Clara. Sie werden in Kürze im neuen Streichelzoo mehr Bewegungs- und Kontaktmöglichkeiten zu den Tannheim-Kindern erhalten.
Heilpädagogisches Reiten
Unterricht