Nachsorgeklinik Strausberg

Hoffnungstaler Stiftung zieht sich aus Strausberg zurück

Sabine Rakitin/ 10.08.2020
Bernau, Strausberg (MOZ) Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal hat sich aus dem Projekt familienorientierte Rehabilitationsklinik, die von der Peter- und Ingeborg-Fritz-Stiftung in Strausberg errichtet wird, zurückgezogen.

Sämtliche Planverfahren im Zusammenhang mit dem Klinikbau, den die Hoffnungstaler Stiftung nach Fertigstellung übernehmen und als Rehaeinrichtung für kranke Kinder und deren Familien betreiben wollte, seien in der vergangenen Woche eingestellt worden, heißt es aus Lobetal. Nach Informationen dieser Zeitung soll es zwischen der Hoffnungstaler Stiftung und der Peter-und-Ingeborg-Fritz-Stiftung schwere Auseinandersetzungen um die Finanzierung des Vorhabens gegeben haben. Wie verlautete, soll es dabei um zusätzliche Kosten von vier Millionen Euro gehen, deren Übernahme Peter Fritz von der Hoffnungstaler Stiftung gefordert hatte.

Dabei war für Montag ein Besuch der Aufsichtsräte der Bodelschwinghschen Stiftung Bethel in Strausberg geplant. Das Mutterhaus der Hoffnungstaler Stiftung hatte zuvor signalisiert, sich mit bis zu neun Millionen Euro an dem Projekt zu beteiligen. Als nun die weitere finanzielle Forderung der Fritz-Stiftung kam, sollen die Lobetaler dankend abgesagt haben.

Die Aufsichtsräte aus Bielefeld wollten sich in Strausberg über den Baufortschritt informieren und auch einen Termin bei Bürgermeisterin Elke Stadler wahrnehmen. Dieser geplante Besuch wurde am vergangenen  Donnerstag abgesagt.

Auch die Kindernachsorgeklinik in der Bernauer Waldsiedlung sah sich im vergangenen Jahr finanziellen Forderungen der Peter-und-Ingeborg-Fritz-Stiftung gegenüber, die sie nicht erfüllen konnte. Sie musste Insolvenz anmelden. Damit war die dringend benötigte Versorgungsstruktur für familienorientierte Nachsorge in den neuen Bundesländern weggebrochen.

 

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Bau der Kindernachsorgeklinik Strausberg geht voran

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Auf der Baustelle der Kindernachsorgeklinik: Martin Wulff, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra, Theologische Geschäftsführerin, Bauherr Peter Fritz und Hubert Handke, Peter-und-Ingeborg-Fritz-Stiftung (v. l.)

 

Jens Sell/ 22.05.2020
Strausberg (MOZ) Der Bau der Kindernachsorgeklinik schreitet weitestgehend unbeeindruckt von Corona-Krise und dem Wechsel in der künftigen Betreibung des Klinikkomplexes jenseits des Sees voran.

Bauherr Peter Fritz und der Stiftungsvorstand seiner Peter-und-Ingeborg-Fritz-Stiftung, Hubert Handke, gehen zielstrebig durch einen halbfertigen Rohbau, gefolgt von Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra, der theologischen Geschäftsführerin der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Martin Wulff, Geschäftsführer dieser Stiftung, und Pressesprecher Wolfgang Kern. „Jetzt stehen wir im künftigen Speisesaal“, sagt Fritz und schaut zum Himmel, „aber der wird noch überdacht.“

Jetzt geht es ins Detail

Die ersten Gebäude der künftigen Klinik stehen. „Wir haben ja klare und weitreichende Vorgaben durch unseren Architekten Nikolaus Kaltenbach aus Bernau“, sagt Peter Fritz, „aber jetzt sind wir in der Phase, wo wir die Details mit den künftigen Hausherren besprechen müssen, das reicht vom Fußbodenbelag über die Lampen bis hin zu medizinischen Ausstattungsdetails oder dem Schwesternotruf.“ Der Lobetaler Stiftungsgeschäftsführer Martin Wulff sagt: „Es ist schon recht außergewöhnlich, dass ein Spender das Haus ganz nach den Detailwünschen des späteren Nutzers baut, dafür bedanken wir uns sehr.“ Wulff legt nachdrücklich Wert auf den Begriff Spender. Es handle sich nicht um eine profitorientierte Investition. „Hier geht es in erster Linie um die Kinder, um familienorientierte Rehabilitation und eine ganzheitliche Begleitung. Und nicht um die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.“ Der Stiftungsrat der Peter-und-Ingeborg-Fritz-Stiftung Hubert Handke bekräftigt: „Es war nie die Absicht unserer Stiftung, eine eigene Betreibung anzustreben, sondern wir wollten immer für Dritte bauen, die die familienorientierte Rehabilitation umsetzen können.“

Mit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal an Bord scheint das Schiff Kindernachsorgeklinik Strausberg in ruhigem Fahrwasser angekommen zu sein. „Vorbehaltlich der Einigung mit den Kostenträgern wie der Deutschen Rentenversicherung und den unterschiedlichen Kassen über einen Versorgungsvertrag“, sagt Martin Wulff mit Bedacht, „beabsichtigen wir, die Trägerschaft dieser Klinik zu übernehmen.“

Engagiertes Personal nötig

Über einen Zeitpunkt der Inbetriebnahme wollen sich Peter Fritz und die Lobetaler Geschäftsführer nicht äußern. „2021 würde ich sagen, mehr nicht“, sagt Fritz. Wenn es denn so weit ist, wird die Hoffnungstaler Stiftung qualifiziertes und engagiertes Personal suchen. Das reiche von Hauswirtschaftskräften über Sozialarbeiter, pädagogischen, psychologischen und therapeutischen Fachkräften bis hin zu Pflegekräften und Ärzten, sagt Pastorin Andrea Wagner-Pinggéra und begründet das Spektrum mit dem ganzheitlichen Ansatz. „Wir haben die gesamte Familie im Blick, die Geschwister des kranken Kindes ebenso wie die Eltern und die sozialen Komponenten.“

In einem Brief an die Redaktion hat sich unterdessen die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind, die ursprünglich die Klinik betreiben wollte, von Strausberg verabschiedet und allen Spendern gedankt. Die Spendensumme von knapp 174 000 Euro sei bei der Stadt mit der Auflage deponiert, sie für eine familienorientierte Rehabilitationsklinik zu verwenden.

 

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Hiobsbotschaft in Berlin – trotz schriftlicher Zusage will Investor Fritz eigene Wege gehen.

Hatte Investor Peter Fritz im April 2019 noch bekräftigt, dass in seinen Bau am Straussee die Klinik aus Bernau einziehen soll, so änderte sich sein Meinungsbild nachhaltig im November 2019.
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Fritz Große Worte

„Wir wollen hier in anderthalb Jahren die Kindernachsorgeklinik eröffnen. Daran hat sich nichts geändert“. Mit diesen Worten hat Investor Peter Fritz bei einem Vor-Ort-Termin auf dem dafür vorgesehenen Grundstück am Straussee mit Vertretern des Energiekonzerns Eon/Edis im April 2019 noch Zweifel aus dem Weg geräumt, wonach der Bau einem anderen Mieter zur Verfügung gestellt werden könnte. Heute wissen wir um die Unehrlichkeit dieser Worte.

Die berechtigten Zweifel waren Ende April von der Gesellschafterversammlung der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg gGmbH geäußert worden und bestätigten sich nun im Nachhinein. In einer Pressemitteilung hatte sie verlauten lassen, dass noch kein Mietvertrag für die neuen Gebäude in Strausberg geschlossen sei. Außerdem habe Peter Fritz, der den Bau über seine und die Stiftung seiner Frau Ingeborg mit 20 Millionen Euro finanziert, eine zuvor nicht vereinbarte Beteiligung an den Baukosten in Höhe von fünf Millionen Euro gefordert. Vereinbart gewesen sei nur, dass die derzeit noch in Bernau beheimatete Klinik die für die Innenausstattung benötigten fünf Millionen Euro aufbringen soll.

 

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Fritz-Stiftung will seit langem eigene Wege gehen

Mit großem Bedauern und dem Angebot zur Hilfe reagierte der Bernauer Bürgermeister Andrè Stahl (Linke) auf die bekannt gewordenen existenziellen Probleme der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg gGmbH. Klinik-Geschäftsführerin Sandra Bandholz hatte in einer Presseerklärung das Aus der Einrichtung mitgeteilt. Die Gesellschafter stellen demnach den operativen Geschäftsbetrieb ein. Für 40 Mitarbeiter bedeutet dieser Entschluss zum Jahresende den Verlust ihres Arbeitsplatzes.

Begründet wird die Entscheidung der Gesellschafter mit ungelösten Finanzproblemen in Millionenhöhe mit Investor Fritz. Bekanntlich läuft der Mietvertrag der Nachsorgeklinik in der Brandenburgklinik Ende 2019 aus, sodass bereits seit Jahren nach einem Ersatz gesucht wurde.

Durch die Peter und Ingeborg-Fritz-Stiftung wurde die Möglichkeit aufgezeigt, in Strausberg die familienorientierte Nachsorge in einem Klinikneubau fortsetzen zu können. Die Baukosten von rund 20 Millionen Euro sollen aus dem Eigenkapital des Stifterehepaares fließen. Für die Kosten der Innenausstattung, veranschlagt wurden fünf Millionen Euro, zeichnet die Nachsorgeklinik verantwortlich. Laut Geschäftsführerin Bandholz habe das Ehepaar Fritz nun weitere fünf Millionen Euro als „verlorenen Baukostenzuschuss“ von der Kindernachsorgeklinik gefordert.

Diese Summe ohne eine Absicherung im Grundbuch des Geländes aufzubringen, sahen sich die Klinik-Gesellschafter auch vor dem Hintergrund unterschiedlicher Auffassungen über eine angemessene Miethöhe für die jetzigen Klinikräumlichkeiten nicht imstande. Diese Absicherung für eine beantragten Bankkredit lehnte die Fitz-Stiftung bewusst ab und eskalierte hiermit die Situation der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg. Dessen war sich die Fritz-Stiftung im Klaren und beflügelten die Insolvenz.

Schweren Herzens zog sich die Deutsche Kinderkrebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind (DKKN) aus der Gesellschaft zurück. Sie war über Jahre bereit, den Klinikbetrieb in Wandlitz finanziell aufrecht zu erhalten. Aber ohne ein Klinikgebäude, bekanntlich wurde die Klinik in Wandlitz gekündigt und ein Mietvertrag mit Strausberg kam nicht zustande, kann eine Nachsorgeklinik nicht aufrecht erhalten werden.

 

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Peter und Ingeborg Fritz ermöglichen Nachsorgeklinik in Berlin

Im November 2016 sicherte das Ehepaar Ingeborg und Peter Fritz mit der Gründung seiner gemeinnützigen Stiftung und der Zusage, die Nachsorge für chronisch kranke Kinder und ihre Familien im Land Brandenburg durch einen Neubau zu unterstützen, den Fortbestand der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg an einem neuen Bildschirmfoto 2017-07-18 um 23.12.35.pngStandort. Am 4. Mai 2017 erfolgte der offizielle Projektstart. Damit steht die Zukunft der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg unter einem strahlenden Stern, denn die Finanzierung des Neubaus ist zu 100% aus Eigenkapital des Stifter-Ehepaares gesichert. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden der Kindernachsorgeklinik und Mit-Initiator Roland Wehrle sowie Sandra Bandholz, Geschäftsführerin der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg, ist das ein großartiger Tag. Bereits im Frühjahr 2018 erfolgt der erste Spatenstich.

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Als Peter Fritz die Entscheidung trifft, zwei seiner Handelshäuser (in Strausberg und Bernau) zu verkaufen, auch um mehr Zeit für die Familie zu haben, erhält er von einer seiner Mitarbeiterinnen einen Flyer der Kindernachsorgeklinik Berlin­-Brandenburg. In diesem Flyer schildert die Klinik ihre Not in der der­ zeitigen Unterkunft in der Waldsiedlung Bernau und rief auf zu Spenden für einen Neubau.

Für Peter Fritz das richtige Projekt zur richtigen Zeit: Vor dem Hintergrund der eigenen, gut situierten Lebenssituation waren Peter und Ingeborg Fritz sofort angetan von der Idee, die Kindernachsorgeklinik in ihrem Neubauvorhaben zu unterstützen. Schon lange hatten sie nach einem sinnvollen gemeinnützigen Projekt gesucht: Weltweit hatte sich das Ehepaar internationale Hilfsprojekte vor Ort angesehen – doch die Idee in der Heimat, in Brandenburg, in ein so konkretes Vorhaben zu investieren, davon waren beide gleich begeistert.

Besuch in Tannheim                                                                                                                                  

Nach mehreren Vorgesprächen folgte das Ehepaar Fritz einer Einladung in den Schwarzwald. Dieser Besuch in der Nachsorgeklinik Tannheim bleibt dem Ehepaar

Bildschirmfoto 2017-07-18 um 23.09.47.pngeindrücklich in Erinnerung: Hier wird alles getan, damit sich die schwerstkranken Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien von den Strapazen und den psychosozialen Beeinträchtigungen ihrer chronischen Krank­heit erholen und in einem ansprechenden und wertschätzenden Umfeld wieder Kraft für den Alltag tanken können. Tannheim ist für sie ein Ankerpunkt in einem sorgenvollen Leben. „Ich konnte erfahren, wie viel Glück ich im Leben hatte und war dankbar, angesichts der vielen Einzelschicksale, die ich dort sehen und von denen ich hören musste“, schildert Peter Fritz seine Eindrücke.

Peter und Ingeborg Fritz Stiftung für chronisch kranke Menschen                 Ausgestattet mit einem unantastbaren Kapitalgrundstock von 2 Mio. Euro durch das Ehepaar Fritz und mit der Besetzung des Vorstands durch Peter Fritz und Hubert Handke, Bürgermeister a.D., wurde die Stiftung am 8.November 2016 mit Sitz in Strausberg eingetragen.

Die Vorbereitungen sind angelaufen – Projektstart am Strausseeufer
Seit der Gründung der Stiftung ist viel geschehen – sie ist die Initialzündung für das gesamte Projekt: Die Peter und Ingeborg Fritz Stiftung erwirbt das Bau­gelände am Straussee, das Architekturbüro Ganter aktualisiert seine Pläne, die Verwaltung der Stadt Strausberg bearbeitet baubezogene Unterlagen und hört die Bevölkerung und die zukünftigen Nachbarn an. Zugleich planen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindernachsorgeklinik gGmbH bereits ihre Funktionsbereiche und diskutieren mit dem Bauherren Peter Fritz über die Wünsche und Bedürfnisse der Patientenfamilien. Und das alles unter Volldampf: Umzug in 2019! Neben der Deutschen Kinderkrebsnachsorge gehören weiter der Bundesverband Herzkranke Kinder e.V., das Krankenhaus Märkisch Oderland, der Verein Carpe Diem und das Deutsche Herzzentrum Berlin zu den Gesellschaftern.

Ideale Lage – sehr gut erreichbar                                                                                              

Der Standort in Strausberg am westlichen Ufer des Straussees wird eine Kapazität von rund 60 Primär­- und 120 Sekundärpatienten aufweisen.

Bildschirmfoto 2017-07-18 um 23.09.15.pngDas für die Bebauung vorgesehene Grundstück liegt am westlichen Seeufer mit Blick auf die Silhouette der Altstadt Strausberg. Die Lage des Grundstücks direkt am Wasser und die Einbettung in die umgebenden Waldflächen werden sich auf einen erfolgreichen Therapieverlauf der Primärpatienten besonders günstig auswirken, sind sich die Beteiligten einig.Der vorgesehene Klinikstandort in Strausberg ist nur           35 km von der Metropole Berlin entfernt.

 

 

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Dank der Unterstützung durch „Peter und Ingeborg Fritz – Stiftung für chronisch kranke Menschen“

Nachsorgeklinik in Strausberg bei Berlin wird Wirklichkeit

Die Nachsorgeklinik Berlin-Brandenburg findet in Strausberg bei Berlin eine neue Heimat. Möglich macht das die Unterstützung des Vorhabens durch „Peter und Ingeborg Fritz –Stiftung für chronisch kranke Menschen“. Stiftungsvorstand und Projekt-Initiator Roland Wehrle freut sich, dass nun auch im Nordosten des Landes eine moderne Nachsorgeeinrichtung für Familien mit chronisch kranken Kindern möglich wird. „An die Realisierung dieses Vorhabens habe ich immer geglaubt. Die Lage der Klinik am Ufer des Strausberger Sees ist einmalig“, unterstreicht der Stiftungsvorstand. Bis zum Einzug in die planerisch bereits konzipierte Klinik wartet auf alle Beteiligten allerdings noch viel Arbeit – und es müssen zahlreiche weitere Spenden gesammelt werden, denn die Investitionen belaufen sich auf ca. 20 bis 25 Mio. Euro. Die Geschäftsführerin der Nachsorgeklinik Berlin-Brandenburg, Sandra Bandholz, zeigt sich über diese Entwicklung ebenso hoch erfreut, war sie am Zustandekommen des Projektes doch engagiert beteiligt.

Tannheim Plan Berlin

 

„Nach Monaten intensiver Prüfung und nicht immer einfachen Verhandlungen steht meine Entscheidung fest: Wir werden die Kindernachsorgeklinik in Strausberg errichten!“ Der Vorstandsvorsitzende der neu gegründeten „Peter und Ingeborg Fritz – Stiftung für chronisch kranke Menschen“ freute sich sichtlich, den Gesellschaftern der Kindernachsorgeklinik im Rahmen ihrer Sitzung am 25. November 2016 seine endgültige Entscheidung für den Standort Strausberg mitteilen zu können.

Viele kritische Punkte seien mit der Stadtverwaltung in den letzten Monaten besprochen und angepasst worden. Nunmehr liege seitens der Stadt Strausberg ein akzeptables Kaufangebot vor, betont der Mäzen.Die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg ist deutschlandweit eine von fünf Nachsorgekliniken, die sich der familienorientierten

Tannheim Sandra Bandholz

Rehabilitation von krebs- und herzkranken Kindern und Jugendlichen widmet. Weiter hilft sie im Rahmen der Verwaisten-Reha den Familien, die ein Kind verloren haben.  Auf dem Gebiet der neuen Bundesländer ist sie die einzige Klinik dieser Art. Die derzeitige Unterbringung auf dem Gelände der Waldsiedlung Bernau sollte von jeher eine Übergangslösung darstellen. Die Gebäude sind nur gemietet und es handelt sich bei ihnen um den ehemaligen Wohnsitz der DDR-Regierung – die Häuser können nicht verändert werden. Jedoch war die Finanzierung eines dringend erforderlichen Neubauvorhabens aufgrund fehlender Mittel bisher ausgeschlossen. Geschäftsführerin Sandra Bandholz unterstreicht in diesem Zusammenhang: „Die Kindernachsorgeklinik muss aufgrund fehlender öffentlicher Förderungen zu einem wesentlichen Maß Spenden für ihre tägliche Arbeit einwerben.“

„Die Atmosphäre und das Umfeld der Klinik spielen eine zentrale Rolle. Ich habe immer an eine Realisierung des Projektes in Strausberg am See geglaubt“, so der Stiftungsrat der Deutschen Kinderkrebsnachsorge und Initiator der Familienorientierten Rehabilitation, Roland Wehrle. Und er unterstreicht weiter: „Für unsere Arbeit mit den schwerkranken Kindern und ihren Familien spielt neben der medizinischen und therapeutischen Versorgung die Atmosphäre und das Umfeld der Rehabilitation eine zentrale Rolle. Ich stelle mir bereits heute vor, wie sehr unsere Familien den Aufenthalt in dieser neuen Einrichtung in unmittelbarer Nähe des Straussees genießen werden und sich von den kräftezehrenden Aufenthalten in den Akutkliniken erholen werden.“

Bis zum Einzug steht allen Beteiligten noch viel Arbeit bevor und die Zeit drängt. Die Gesellschafter der Kindernachsorgeklinik und Vorstandsvorsitzender Peter Fritz erwarten nun, dass alle an einem Strang ziehen und es innerhalb von zwölf Monaten gelingt, für das Vorhaben die Baureife herzustellen.